Anbauberatung

Die richtige Anlagegestaltung - Gewusst wie!

Sie haben eine größere Fläche zur Verfügung und möchten Walnüsse pflanzen - wissen aber nicht genau, wie Sie es angehen sollen? Oder haben Sie vielleicht schon eine intakte Streuobstwiese, die Sie gerne mit ganz speziellen Nusssorten aufwerten möchten? Dann sprechen Sie uns an!

Unsere intensiven Kontakte zu den verschiedensten Walnussbauern in Deutschland sowie die persönlichen Erfahrungen aus Studium, Mitmach-Aktionen und der eigenen Betriebsgründung haben uns ein breites Wissen rund um den Walnussanbau beschert! Zudem hat die Betriebsleiterin in Ihrer Masterthesis zum Walnussanbau in Brandenburg breite Untersuchungen zur optimalen Anlage und betriebswirtschaftlichen Ausrichtung einer Walnusspflanzung durchgeführt und steht daher mit einem wissenschaftlichen Fundament hinter Ihrem Projekt.

Rede und Antwort stehe ich Ihnen unter vivian@landwirtschaft-boellersen.de. Nutzen Sie auch gerne unser Kontaktformular, den Postweg oder das Telefon, alles zu finden auf unserer Kontaktseite.

 

 
Die kleinen Dinge sind oft die Entscheidensten!

Bevor es konkret wird, sollten Sie sich jedoch folgende Fragen beantworten:

  • Ist mein Standort für den Walnussanbau geeignet?
    Es eignet sich quasi jede Region Deutschlands für den Walnussanbau. Kleinräumlich betrachtet lassen sich aber Informationen über die Bodenbeschaffenheit, Frostlagen, Windschneisen, den Grundwasserstand etc. dazu nutzen, exponierte Lagen zu identifizieren und Ihre Walnüsse an die dafür prädestinierten Stellen zu setzen.

  • Welches Land steht mir zur Verfügung?
    Von der Beantwortung dieser Frage hängen alle weiteren Schritte ab. Wie groß ist die Fläche? Welche Nutzung ist darauf vorgesehen? Stehen Teile davon vielleicht unter Naturschutz? In manchen Fällen entsprechen Ihre Vorstellungen von sinnvoller Landnutzung evtl. nicht der Ihrer Landwirtschafts- oder Naturschutzbehörde. Fragen Sie nach und lassen Sie sich alle Zusagen schriftlich und mit Stempel geben. Sicher ist sicher.
  • Nehme ich mir ein wirtschaftlich tragfähiges oder ein Hobby-Projekt vor?
    Man sollte sich von Anfang an darüber im Klaren sein, ob man mit den Erträgen eines Tages einen Teil seines Unterhaltes finanzieren will oder ob es reicht, wenn sich Sachkosten und Einkünfte in etwa die Waage halten.

  • Wie möchte ich meine Ernte vermarkten?
    Es gibt Walnussbauern, die ihre komplette Ernte zu Öl verpressen lassen, andere setzen alles über Feinkostläden als „Schälnüsse“ ab und sparen sich damit die Trocknung. Selbsternte, Verarbeitung oder Direktvermarktung sind die gängigsten Angebotsformen, ab gewissen Mengen ist aber auch ein Absatz über den Einzel- und Großhandel zu erwägen. Die Beantwortung dieser Frage ist ausschlaggebend für die Sortenwahl, die Anlagengestaltung und den Investitionsaufwand! Im Hobbybereich kommen natürlich auch einige „Spezialnüsse“ ins Spiel, die zwar oft den Handelsanforderungen an eine klassische Tafelnuss nicht entsprechen und auch höhere Anbaurisiken mit sich bringen; unter Liebhabern aber durch ihre Größe, Form oder Farbe dennoch einen gewissen Anbauwert besitzen.

  • Welche Form von Walnussanbau möchte ich betreiben?
    Auch hier: es geht nicht ohne vorherige Klarheit darüber, was man zu leisten im Stande ist und wo die Grenzen liegen. Ein hübscher Walnusshain in Form von Hochstämmen und mit Streuobstcharakter erfordert sicherlich weniger Arbeit als eine Ertragsanlage, schon allein weil man hier weniger Bäume pro Hektar pflanzen würde. In Plantagenform sind die Ertragsaussichten - besonders in den ersten Jahren - höher und die maschinelle Bearbeitung der Anlage lässt sich einfacher realisieren. Auch eine Zertifizierung als Bio-Fläche sollte überdacht werden, was wiederum ein gutes Argument bei Behörden sein kann.